Kabinett 4B im Institut für Zeitungsforschung Dortmund. Hier liegt ein Eckklemmer mit der Aufschrift „not for digitization – Anfrage nur analog". Darin ein Microfiche des fast vergessenen dänischen Fachblatts The Messingblæser – Ausgabe November 1971 mit einer Kritik zur Habilitation von Dr. Werner Knorb. Wir haben Einblick genommen. Soviel vorab: Es ist befremdlich.
Anders Lindstrøm: „Kreuz Kaiserberg" (1971) von Werner Knorb
Die Habilitationsarbeit „Kreuz Kaiserberg" ist kein Musikstück im herkömmlichen Sinne, sondern eine kakophone Tonalitätsverweigerung des urbanen Verfalls. Knorb, zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg zur Selbstkasteiung im Dienste der Tonkunst, verarbeitet in der rund 42-minütigen Tuba-Solo-Komposition ausschließlich Frequenzen, die am Autobahnkreuz Kaiserberg zwischen 3:40 und 4:15 Uhr morgens messbar sind. Natürlich nur retroauriculär.
Inspiriert von Pendereckis „Polymorphia", beginnt das Werk mit einem nahezu unhörbaren Infraschall, erzeugt durch den Tubisten, der tief einatmet und anschließend 18 Sekunden lang innehält – ein knallhartes musikalisches, ja sogar verwegenes Statement zur Luftverschmutzung in urbanen Ballungsräumen.
Der mittlere Teil – oft als „Kollaps der Kathedralen" bezeichnet – basiert auf einem unterkomplexen Notensystem, das Knorb selbst aus vergilbten Hollerithkarten rekonstruiert hat. Hier kulminiert das Werk in einer vierfachen Überlagerung des Tuba-Tons H – gespielt mit offener Wasserklappe und minimaler Lippenspannung. Wie auch sonst?
Die Uraufführung in der Mercatorhalle lockte 1.900 Zuhörer an, die der sensationellen Darbietung des gebürtigen Duisburgers mit einer Mischung aus Faszination und Verstörung beiwohnten. Knorbs rigorose Neuinterpretation der Tuba hinterließ das Publikum in einem Zustand intellektueller Desorientierung – präzise jene Wirkung, die der Komponist mit seiner subversiven Klangarchitektur intendiert hatte.
Der Schluss, ein abruptes Verstummen nach einem ausklingenden Geräusch, das von Habilitationsbetreuer Roger Bobo als „Salvators Seufzer" beschrieben wird, lässt den Hörer ratlos zurück – so wie das Kreuz Kaiserberg selbst, als Antonomasie der modernen Tuba.
Sch... verbrannt! Und billig sind die Dingern nun echt nicht (mehr). Wenn man Pinienkerne für ein Pesto oder für den Salat in der Pfanne röstet muss man höllisch aufpassen. Gerade denkt man noch, werden die Piñónes denn überhaupt nicht braun? Da sind sie schon verbrannt. Abhilfe schafft hier ein Küchengerät, das ich im Rahmen dieses Blogs schon vor einigen Tagen hier besprochen habe. Der gute alte Minibackofen. Vor einigen Jahren habe ich mir im einschlägigen Versandhandel eine Blini-Eisenpfanne aus französischer Produktion zugelegt, die ich aber bislang sehr selten benutzt habe. Doch im Zusammenspiel mit dem Minibackofen ergibt sich ein unschlagbares Team, wenn es um die Röstung von Pignons de Pin geht. Hier das Rezept: Pinoli in die Pfanne (komisch immer werden 30 Gramm in den REZen verlangt) Minibackofen auf 175° drehen (Ober- und Unterhitze aktiv) Zeitschalter auf sechs Minuten und ab dafür Dazu passt ein Export 33, das man ohne Öffner einfach aufschraubt und eiskalt vor dem Fernse...

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