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Brass Beauty – Episode VI: Nimm mal lieber die Möhrchen




Helge Schneider schaut mal wieder auf Stippvisite im Jazzlabor vorbei:

„Also Werner, dein Brass Beauty… du hast mir ja das Vorabdingens gemailt. Das is wie Oktoberfest mit Eierlikör! Ich hab Tränen gelacht und gleichzeitig ’n bisschen Gänsehaut gekriegt – das wird ein Meisterwerk, mein Lieber! Komm, lass uns ein bisschen klimpern. Hier in deinem schönen Pumpwerk.“

Sie improvisieren ein paar Runden: All the Things You Are, Autumn Leaves, Blue Bossa, Body and Soul. Als Helge mit Fly Me to the Moon anfängt, sagt der Professor:

„Helge? Heeelge? Italiener?“
„Insalata Mista, Commendatore. Aye, aye. Aber subito. Die Herren Dackel, auf geht’s! Grobe Leberpaté liegt in der Luft.“

Zurück im Jazzlabor. Ob es die Macht der Gewohnheit ist oder ob der Grappa aufs Haus von Mario nachgeholfen hat – wir wissen es nicht. Wie immer sitzen beide an der Farfisa und spielen das Möhrchenlied.
Sie prusten vor Lachen, als wäre das zum ersten Mal passiert.

Knorb: „Helge, das kommt aufs Album.“
Helge: „Du hast gewaltig einen an der Marmel.“
Knorb: „Helge, was ist Jazz für dich?“
Helge: „Möhrchen-Lied nich, Werner.“

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