Direkt zum Hauptbereich

Gedanken am Sonntag CIX

Richtig können, kann ich eigentlich nur "Urlaub machen".

Befremdliche Beobachtung: Früher hat meine Mutter so kleine Sticketiketten mit meinem Namen in meine Unterhosen genäht. Heute sind auf den Unterhosen die Namen auf der Außenseite. Sie zeigen aber nicht an, wem die Unterhose gehört, sondern wer sie gestaltet hat.

Aberwitzige Preisgestaltung und liederliches Sortiment können kein Grund sein, warum ich mindestens einmal pro Woche zu Kaiser's gehe. Es muss der hohe Unterhaltungswert der Abkassiervorgänge sein.
Putzig: Ortskundige stellen sich bei einer Kassiererin an, die von Edeka zu Kaiser's gewechselt hat. Den "Kommen sie auch an Kasse 3"-Lockrufen der Kaiser's-Haus-Sirenen leisten die Kenner keine Folge mehr. Es bleibt nur mitleidiges Lächeln, für die, die an ihre Bändern eilen, um dann nach zwei gescannten Teilen, endlose Minuten der Suche nach dem verlegten Stornoschlüssel zu durchleiden.
--
En bald.

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Ich bitte um Aufklärung: Was könnte bei einer Scannerkasse zur Notwendigkeit des Stornierens führen?
Mitzwinkel hat gesagt…
Oh, da ist so einiges möglich: Mehrmaliges drüber ziehen eines Artikel, fehlerhaft hinterlegte Artikelliste, falsche EAN-Eingabe für Obst.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ein Tag am Meer IV - letzter Teil -

16:30 Uhr: Dämmere im berüchtigten Log-On-Log-Off-Modus auf dem Sofa. Die Tour läuft. Langweilige Etappe. Drehe den Ton auf leise. Träume wie auf Kommando von einer Radtour von Celle nach Uelzen, die ich mit meinen Eltern als Kind unternommen habe. Plötzlich brüllt mich Cédric Vasseur an.

17:30 Uhr: Ich schrecke hoch. Cédric Vasseur brüllt natürlich nicht mich an, sondern außerhalb meiner bewussten Wahrnehmung hat mein Daumen im entscheidenden Moment mit der Fernbedienung den Fernseher auf volle Lautstärke gedreht. Edvald Boasson Hagen, der Norweger, stellt es clever an und gewinnt vor einem Verfolgerfeld die Etappe nach Salon-de-Provence.




Mache die Klipp-Klapp-Box für einen Apéritif im MG-Nest klar: Kro für die Dame, 1664 für den Herrn und eine kleine Tüte bretonische Chips als Snack vorweg. Tapere einmal durch die ganze Anlage. Tatsächlich sind wieder alle Außenplätze ungenutzt. Der Mallorca-Sport morgens in aller Herrgottsfrühe die beste Plätze mit Handtücher zu reservieren, ist hier…

Ein Tag am Meer III

11:30 Uhr: Ich erinnere mich an ein Rezept aus Nigel Slaters Diaries. Ich halbiere eine große Tomate aus dem Felsengarten von Erich, dem Melonenmann. Streue Meersalz und ein wenig Zucker drauf. Die Dinger wandern für 45 Minuten in den 200 Grad heißen Ofen. Ich streue ein wenig Thymian aus dem Topf vor dem Küchenfenster drauf und packe zwei kleine Ziegenkäse auf jede Hälfte. Zurück in den Ofen.




Unterdessen fahre ich mit dem Mountainbike noch einmal schnell zu Erich, dem Melonenmann und kaufe Schinken. Dabei komme ich am Schuppen mit den Surfbrettern vorbei. Und wer knutscht da zwischen den bammelnden Sufkombis? Ganz genau: Lisel und Gilles, der Bademeister - wie die Teenager. Als hätte ich es nicht geahnt. Lache innerlich und mache unseren Opa nach:”Verfluchte Unzucht!”

Die Klipp-Klapp-Box wird für's Mittagessen bestückt. Die geschmolzenen Tomaten kommen auf ein Salatbett mit den Schinkenscheiben. Abmarsch zum MG-Nest. Die Sonne knallt jetzt richtig. Hütchen und Sonnenbrille reichen…

Ein Tag am Meer II

8 Uhr: Wir schleppen Teller, Tassen und Thermoskanne zum ehemaligen MG-Nest, das in diesem Sommer unser Essplatz ist. Ich habe mir bei Globi so eine Klipp-Klapp-Box mit Griff gekauft. Jetzt können wir sie gut gebrauchen. Die Buttercroissants sind schön butterig, die Salzbutter schön salzig und der Blick auf die Bucht schön bilderbuchtmäßig. Allerdings sind Brille und Hütchen schon Pflicht. Die Sonne knallt. Da hat man ruck zuck einen an der Marmel.



Noch ist das Internet gut. Mit dem Tablet surfe ich den NDR an. Mal sehen, was Altenburg mit seinen Freeses zu Stande gebracht hat. Nix - ist anscheinend auch im Urlaub. Er sendet eine Konserve:"Der Lachs der Weisheit". Diese alte Folge ist allerdings genial. Mittelalterverlobung bei den Freeses. Alle tragen Kartoffelsäcken und lauschen einer Freien Rednerin. Als die Stelle mit dem Eierlikör kommt, pruste ein wenig Tee durch die Nasenlöcher, obwohl ich die Folge doch schon kenne.

9 Uhr: Ich statte Erich, dem Melonenmann, einen erste…