Direkt zum Hauptbereich

Weihnachtswahnsinn

Tengelmann hatte Hack im Angebot und da es gestern schon Wunschkost für die Gattin gab (Schäufele), gibt es sie heute wieder: Orientalisch angehauchte Hackbällchen.

Älterer Herr: Schweinekrustenbraten? Sind das die da?
Verkäuferin: Ja.
Batzen von ca. 2,5 Kilo
Älterer Herr: Haben sie die auch im Ganzen nicht in Scheiben?
Verkäuferin: Nein, nur so, wie sie hier liegen.
Älterer Herr: Zeigen Sie mal her.
Verkäuferin zeigt.
Älterer Herr: Da sind ja überall Stempel drauf. Die schmecken nicht.
Verkäuferin: Die könnte ich Ihnen abschneiden, wenn sie stören.
Älterer Herr entrüstet: Neeeiiiin! Dann ist die Schwarte beschädigt. Welches Stück hat den die dickste Schwarte?
Verkäuferin: Das hier.
Älterer Herr: Mmh. Welches würden Sie denn nehmen?
Zeigt eins. Da ist der Knochen nicht so komisch drin.
Älterer Herr: Nein, dann doch lieber das mit der dicksten Schwarte.

Nächste Tussi:
Ich bin ja eigentlich Vegetarierin.
Verkäuferin: Aha.
Tussi: Aber Heiligabend kommen diesmal alle zu uns und bei meinen Schwiegereltern gibt es immer Pute zu Weihnachten. Und dann habe ich gesagt: Gut, ich mache das. Wir sind acht Erwachsene und zwei Kinder. Wie viele braucht man da?
Verkäuferin: Wir haben hier diese Babyputen. Ich würde sagen zwei.
Tussi entrüstet: Neeeein! Das geht garnicht. Die sehen zusehr nach Tier aus.
Verkäuferin ratlos. Metzgermeister tritt hinzu.
Was ist denn das Problem?
Tussi: Ich mache das, aber es darf nicht nach Fleisch aussehen. Lieber so wie sowas. Zeigt auf eine von diesen überteuerten Sowieso-Pfannen.
Meister: Ja, da machen wir Ihnen Putenbrustwürfel mit einer gaaanz tollen Marinade. Die brauchen sie dann nur in der Pfanne oder im Backofen anbraten.

3 kg verkauft.

Ich mein Hack gekauft und nix wie wech.

En bald.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Gebrannte Pinienkerne

Sch... verbrannt! Und billig sind die Dingern nun echt nicht (mehr). Wenn man Pinienkerne für ein Pesto oder für den Salat in der Pfanne röstet muss man höllisch aufpassen. Gerade denkt man noch, werden die Piñónes denn überhaupt nicht braun? Da sind sie schon verbrannt. Abhilfe schafft hier ein Küchengerät, das ich im Rahmen dieses Blogs schon vor einigen Tagen hier besprochen habe. Der gute alte Minibackofen. Vor einigen Jahren habe ich mir im einschlägigen Versandhandel eine Blini-Eisenpfanne aus französischer Produktion zugelegt, die ich aber bislang sehr selten benutzt habe. Doch im Zusammenspiel mit dem Minibackofen ergibt sich ein unschlagbares Team, wenn es um die Röstung von Pignons de Pin geht. Hier das Rezept: Pinoli in die Pfanne (komisch immer werden 30 Gramm in den REZen verlangt) Minibackofen auf 175° drehen (Ober- und Unterhitze aktiv) Zeitschalter auf sechs Minuten und ab dafür Dazu passt ein Export 33, das man ohne Öffner einfach aufschraubt und eiskalt vor dem Fernse...

Knorb live bei ARD Jazz

  Nikals Wandt:  „ARD Jazz – das Magazin. Jeden Mittwoch um 22 Uhr melden wir uns mit dem wöchentlichen Jazz-Update. Heute mit Neuerscheinungen – aber auch mit grundsätzlichen Gedanken zu Jazz und Politik. Später im Gespräch: der bekannte Jazzschimpanse Prof. Werner Knorb , Leiter des Jazzlabors im ehemaligen Pumpwerk Alte Emscher in Duisburg-Meiderich. Ich habe mit ihm über seine gerade erschienene Autobiografie "Jazz mit dickem Fell" gesprochen – und über seine kulturpolitischen Forderungen. Unser musikalisches Intro kommt heute von Quincy Jones – ein Stück von 1969: ‚Killer Joe‘. Ich bin Niklas Wandt. Hallo!“ [Musikeinlage] Wandt (ruhig, fast flüsternd): „‚The weapon that we will use is the cool one‘ – das hat Dizzy Gillespie einmal gesagt. Für meinen heutigen Gast war das vielleicht mehr als nur ein Satz. Für ihn war es Überlebensstrategie. Geboren im Duisburger Zoo, aufgewachsen zwischen Gitterstäben, Besuchern und eingestreuten Sägespänen. Heute Professor für Jazztheor...

Gustav rettet die Ruder-WM in Wedau

Im ehemaligen Pumpwerk Alte Emscher herrschte Alltag. Werner Knorb stand barfuß im Batikhemd zwischen Kacheln und Eisenträgern und ließ die Tuba vibrieren, als wolle er den Rheinpegel in Schwingung bringen. Unter dem Vibraphon lagen die Herren Dackel Gustav und Fritz ausgestreckt, beide auf dem Rücken, Pfoten nach oben, Lefzen schlaff im Schlaf. Dann vibrierte das Smartphone auf der alten Werkbank. Zuerst leise, dann insistierend. Knorb senkte das Mundstück, blickte mürrisch auf das Display: „Dietz DuisburgSport“. „Professor Knorb? Hier spricht der Veranstaltungsleiter der Ruder-WM. Wir haben Mufflons. Eine ganze Herde blockiert den Leinpfad an der Regattastrecke in Wedau. Hier geht gar nichts! Wir brauchen Sie – und Ihre Dackel.“ Knorb legte die Tuba ab, schob die florale Brille zurecht und murmelte: „Oh, ha.“ Gustav hob im Schlaf ein Ohr. Fritz schnaufte, als wolle er schon jetzt protestieren. „Also wirklich“, begann er, die Fliege zurechtrückend, „für Mufflons ist die Abteilung L...