Direkt zum Hauptbereich

Ausgeraubt

Heute habe ich mal wieder gemütliche 2:10 h bis zum Verlag gebraucht. Die A3 war dicht, die A57 ebenfalls und, wie ich selbst erfahren durfte, die A59 auch. Ich habe dann für 3 ? in Hitdorf die Fähre genommen und bin am Stau auf der A1 vorbei nach Langel getuckert, um mich dann an der Inneren Kanalstraße hinten anzustellen.

In der Redaktion angekommen, hatte die Spurensicherung der Polente gerade ihre Arbeit beendet. Ich hätte also garnicht früher anfangen können.

"Scheiße, die PCs sind noch da. Wir müssen arbeiten", entfuhr es der Kollegin aus dem Gulag genannten Großraumbüro nebenan.

Es ist wirklich eine Schande, wie Einbrecher sich heutzutage benehmen.

O.k. sie haben ein paar Laptops geklaut - allerdings die besseren mit Dogging-Stations da gelassen.

Der Kollege aus dem Datenmanagement war ganz geknickt, dass sein nagelneuer 22" Widescreen mit Pivotfunktion verschmäht wurde. "Wenigstens den hätte sich doch einer unter den Arm klemmen können."

Meine nagelneuen Highlighter in fünf Farben blieben geauso hier wie die aktuelle Ausgabe des Pschyrembel, Duden und das SGB mit Stand 1. September 2007.

Geklaut wurde eine 50 Cent-Münze aus dem Schreibtisch des Kollegen S., der damit gewöhlich seinen Einkaufswagen bei REWE zieht. Der hat jetzt natürlich ein Problem.

Ob ihnen der Ca Solaris vino rosso, der der letzten Pizzasammelbestellung beigelegt war nicht zusagte? Er stand auf meinem Sidebord neben dem randvoll mit Euro-Scheinen gefüllten Schokocremeglas, das uns als Kaffeekasse dient. Auf Bargeld waren die Burschen also nicht aus.

Und die vollautomatische Kaffeemaschine ist auch noch unbeschädigt an ihrem Platz. O.k. ich hätte sie schon gestern entkalken müssen.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sonderfolge: Operation Goldrahmen

Das passiert nicht alle Tage: Vor dem rostigen Tor des ehemaligen Pumpwerks Alte Emscher – von Knorb liebevoll 'Jazzlabor' genannt – setzt der schneeweiße Cougar der Luftwaffe auf. Seitentür auf, hydraulisches Zischen. Aus dem Heli steigt Majorin Sina Dornfeld (Rufzeichen ‚Eule‘) in makelloser Uniform, ihre Augen scannen das Gelände, bis sie den abflugbereiten Professor mit seinen beiden Dackeln entdeckt. Majorin Dornfeld nimmt unsere drei Freunde persönlich in Empfang. Prof. Dr. Werner Knorb, barfuß wie immer, florale Brille, Batikhemd. Den eingeschlagenen Goldrahmen mit der Geburtsurkunde von Trumps Großvater unterm Arm. Idee: Fritz. Beschaffung: Gustav. Goldene Rahmung: Der Professor. Es geht zum Militärflugplatz Köln-Wahn. Merz wartet schon vor dem Regierungsflieger. Um ihn: Aktenmänner, Uniformen, diskrete Sicherheitsleute mit Knopf im Ohr. Merz: „Werner. Na klar. Wer sonst, wenn’s goldgerahmt sein soll.“ Knorb: „Fassung für den Wahnsinn. Und das im wortwörtlichen Sinn.“ M...

Jazz mit Fell – Professor Knorb und seine Tour de Tuba

  Professor Dr. Werner Knorb – Jazz-Schimpanse, Tuba-Virtuose, florale-Brillen-Liebhaber – und: Deutschlands einziger Jazzprofessor. Das allein würde schon reichen, um sich ein Denkmal aus Notenschlüsseln zu gießen. Aber Knorb wäre nicht Knorb, wenn er es dabei belassen hätte. Seine Habilitation bei Roger Bobo? Kein trockenes Papier,  sondern eine wuchtige, an Pendereckis Polymorphia orientierte Version des Tuba-Stücks „Kreuz Kaiserberg“, von Bobo kommentiert mit: „Werner, das ist entweder genial – oder ein Notruf aus dem Untergrund.“ Knorb brummte nur. Die Aufnahme landete später, getarnt unter Pseudonym, auf dem legendären Album „Tuba Libera“ – ein Meilenstein für all jene, die Tuba nicht mehr nur mit Märschen assoziieren. Für seine Promotion zog er alle Register – und blies „The Lonely Shepherd“ auf der Tuba so sehnsuchtsvoll, dass Gheorghe Zamfir, Papst der Panflöte, zu Tränen gerührt war. Was folgte, war eine zweijährige Tour mit Zamfir und André Rieu: Rio, Tokio, Sydne...

Gebrannte Pinienkerne

Sch... verbrannt! Und billig sind die Dingern nun echt nicht (mehr). Wenn man Pinienkerne für ein Pesto oder für den Salat in der Pfanne röstet muss man höllisch aufpassen. Gerade denkt man noch, werden die Piñónes denn überhaupt nicht braun? Da sind sie schon verbrannt. Abhilfe schafft hier ein Küchengerät, das ich im Rahmen dieses Blogs schon vor einigen Tagen hier besprochen habe. Der gute alte Minibackofen. Vor einigen Jahren habe ich mir im einschlägigen Versandhandel eine Blini-Eisenpfanne aus französischer Produktion zugelegt, die ich aber bislang sehr selten benutzt habe. Doch im Zusammenspiel mit dem Minibackofen ergibt sich ein unschlagbares Team, wenn es um die Röstung von Pignons de Pin geht. Hier das Rezept: Pinoli in die Pfanne (komisch immer werden 30 Gramm in den REZen verlangt) Minibackofen auf 175° drehen (Ober- und Unterhitze aktiv) Zeitschalter auf sechs Minuten und ab dafür Dazu passt ein Export 33, das man ohne Öffner einfach aufschraubt und eiskalt vor dem Fernse...