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Geschichten, die das Schwimmbad schrub (I)

Meine Mutter (72) ist eifrige Schwimmbadbesucherin. Jeden Morgen werden vor Tau und Tag 1000m Brust runter geknallt, bevor der MRQ für mehrstündige Spaziergänge reif ist. Als Kriegskind ist man ja Sparen gewohnt. Daher wird auf Geldwertkarte geschwommen.

Einmal Schwimmen kostet 1,80. Aber wie kann es dann sein, dass auf der alten Karte 1,79 Rest sind? Kann eigentlich nicht sein. Cent in den Automaten geschmissen um auf die Eintrittssumme aufzuladen. Klappt nicht. Dingen frisst kein Kleingeld. Bademeister aus dem Office zitiert. Cent und Geldwertkarte hingelegt. Eintritt verlangt.

Ginge nicht, erklärt der. Keine Bargeldkasse vorhanden. Weiß nicht, wie gebucht werden soll.

Dann soll er die 1,79 auf die neue Karte buchen. Auf den einen Cent werde dann geschissen verzichtet. Ginge nicht, erklärt der. Habe kein Lese- und schon garkein Schreibgerät.

Dann soll er den Cent in die Kaffeekasse stecken (bei uns im Büro übrigens verboten!), die alte Geldwertkarte vernichten und Eintritt gewähren.

Wäre eigentlich nicht in Ordnung, weil so nicht buchbar. Würde das aber ausnahmsweise auf seine Kappe nehmen.

Mittlerweile haben sich aus der Schlange vor dem Eingang zahlreiche Schwimmwillige bereiterklärt den Eintritt zu übernehmen.

Wird abgelehnt. Es geht ums Prinzip.

Scheiss Automat.

Früher, als Frau K. bzw. Frau V. noch an der Kasse gesessen und mit dem Knipser entwertet, habe es derogleichen nicht gegeben.

Seitentür wird aufgesperrt. Mutter durchgelotst. No One im Becken.

Das Abenteuer geht weiter. Mit der neuen Geldwertkarte. Davon später mehr.

En bald.

Kommentare

Anonym hat gesagt…
Oh mein Gott, ich kann es mir so gut vorstellen. Bitte nicht zu lange warten mit dem Posten der Fortsetzung, ich MUSS wissen, wie es weiter geht!
Mitzwinkel hat gesagt…
Meine Mutter: "Ich wusste ja, dass der Automat keine Centstücke annimmt. Aber ich wollte nichts unversucht lassen, bevor ich zum Bademeister gehe."

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