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One Fine Day

Es ist schon scheiße, wenn man nach einer 4 Kilometer langen Abfahrt von der Côte de Meisenburg vor der Haustür ankommt und feststellt: Ups, den Schlüssel für diese Tür habe ich wohl samt Lanyard und aller anderen wichtigen Schlüssel für Fahrradschloss, Garage und Auto in der Mittagspausenjacke gelassen, die im Büroschrank hängt.

Noch scheißer ist es, wenn man zwar bei drei verschiedenen Leuten in der Nachbarschaft Schlüssel deponiert hat, und man sich flüchtig erinnert, wie man eben noch dem Nachbarn zugewunken hat, der zum Einkaufen gefahren ist - und die anderen beiden auch nicht antrifft.


Am scheißesten ist es, wenn man sich dann entschließt, doch noch einmal zum Büro zu fahren, um den Schlüsselbund zu holen und sich sagt: Du hattest schon in der Abfahrt das Gefühl, zu wenig getrunken zu haben und die Beine waren auch nicht top. Du solltest ein Päckchen Gel mit mindestens einem halben Liter Wasser runter spülen - um dann festzustellen, dass man zwar ein Gel im Rucksack hat, aber kein Wasser. Dann ist es interessant, wenn man vor sich im Getränkemarkt einen Kunden hat, der zum ersten Mal in seinem Leben zwei  Kisten Veltins leicht mit einer EC-Karte zahlen möchte, dafür eine gefühlte Dreiviertelstunde braucht und man eigentlich nur 'ne Flasche Wasser kaufen möchte.
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En bald.

Kommentare

Chris Kurbjuhn hat gesagt…
Schalke-Bier in der Leicht-Variante? Wer sowas trinkt, disqualifiziert sich selbst.

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Ein Tag am Meer IV - letzter Teil -

16:30 Uhr: Dämmere im berüchtigten Log-On-Log-Off-Modus auf dem Sofa. Die Tour läuft. Langweilige Etappe. Drehe den Ton auf leise. Träume wie auf Kommando von einer Radtour von Celle nach Uelzen, die ich mit meinen Eltern als Kind unternommen habe. Plötzlich brüllt mich Cédric Vasseur an.

17:30 Uhr: Ich schrecke hoch. Cédric Vasseur brüllt natürlich nicht mich an, sondern außerhalb meiner bewussten Wahrnehmung hat mein Daumen im entscheidenden Moment mit der Fernbedienung den Fernseher auf volle Lautstärke gedreht. Edvald Boasson Hagen, der Norweger, stellt es clever an und gewinnt vor einem Verfolgerfeld die Etappe nach Salon-de-Provence.




Mache die Klipp-Klapp-Box für einen Apéritif im MG-Nest klar: Kro für die Dame, 1664 für den Herrn und eine kleine Tüte bretonische Chips als Snack vorweg. Tapere einmal durch die ganze Anlage. Tatsächlich sind wieder alle Außenplätze ungenutzt. Der Mallorca-Sport morgens in aller Herrgottsfrühe die beste Plätze mit Handtücher zu reservieren, ist hier…

Ein Tag am Meer III

11:30 Uhr: Ich erinnere mich an ein Rezept aus Nigel Slaters Diaries. Ich halbiere eine große Tomate aus dem Felsengarten von Erich, dem Melonenmann. Streue Meersalz und ein wenig Zucker drauf. Die Dinger wandern für 45 Minuten in den 200 Grad heißen Ofen. Ich streue ein wenig Thymian aus dem Topf vor dem Küchenfenster drauf und packe zwei kleine Ziegenkäse auf jede Hälfte. Zurück in den Ofen.




Unterdessen fahre ich mit dem Mountainbike noch einmal schnell zu Erich, dem Melonenmann und kaufe Schinken. Dabei komme ich am Schuppen mit den Surfbrettern vorbei. Und wer knutscht da zwischen den bammelnden Sufkombis? Ganz genau: Lisel und Gilles, der Bademeister - wie die Teenager. Als hätte ich es nicht geahnt. Lache innerlich und mache unseren Opa nach:”Verfluchte Unzucht!”

Die Klipp-Klapp-Box wird für's Mittagessen bestückt. Die geschmolzenen Tomaten kommen auf ein Salatbett mit den Schinkenscheiben. Abmarsch zum MG-Nest. Die Sonne knallt jetzt richtig. Hütchen und Sonnenbrille reichen…

Ein Tag am Meer I

6 Uhr: Die Sonne knallt durch das Fenster. Ich liege hellwach im Bett. Ist das schon senile Bettflucht oder noch der Rhythmus, den ich aus dem Alltag gewohnt bin? Egal, um diese Zeit kann man das Internet noch verwenden. Wenn später die ganzen Fraggles aus Paris einfallen, bricht das Netz wieder zusammen.

Statt L’Équipe: Ich schaue, was Cyclingnews zur Aufgabe von Kittel schreibt, gucke ein paar Bilder bei steephill.tv. Ich sammele Kartonage, olle Zeitschriften und leere Wasserflaschen zusammen und stopfe alles in meinen Rucksack.


7 Uhr: Zähne putzen. Der Wind weht das dumpfe Geläut von St. Thomas of Canterbury - unserer Dorfkirche - zu unserer Klippe herauf. Meistens ist es der dritte Glockenschlag, bei dem ein metallisches Quietschen einsetzt. Das ist Delfine, die Chefin der Bäckerei, die Adélé heißt. Sie orgelt ihr Rolltor nach oben.

Unsere Wohnung ist im Erdgeschoss eines altehrwürdigen Gemäuers - direkt neben dem Eingang zur Cave, dem Keller, den sie hier in den Fels getrieben haben…