Sonntag, 28. Juni 2009

Gedanken am Sonntag LVI

Schade, dass die öffentlich-rechtlichen die Tour nicht mehr übertragen. Die kreuzdämlichen "der Helikopter überquert hier ein Schloss"-Kommentare "hier sehen wir Weinfelder, von einem guten Tropfen, der in dieser Gegend wächst" haben meinen Vater und mich immer zu schallendem Gelächter hingerissen. Immer wieder gern: Emich zu Ullrich [röchelnd im Ziel]: "Jan, wie fühlen Sie sich?"

Außerdem waren die Nachmittage schön verplant und ausgefüllt.

Meine Mutter kam irgendwann kurz nach drei, damals noch mit Tierheimhund Moritz, aus dem Wald [wir eigentlich im Halbschlaf, aber schnell zu Peter Woidt auf Eurosport rüber geknipst und kundig mitkommentiert]: "Hängt Ihr schon wieder vor der Flimmerkiste und guckt Euch den Quatsch an?" - Wir [scheinbar] ärgerlich: "Psst!"

Paar Minuten später - mein Vater: "Mama? Können wir ein Täschchen Kaffee haben?" - Ich: "Und das Eis!" Serviert wurde neben dem Pott Kaffee ein phantastisches Eis aus dem nördlichen Tempel, dessen Hörnchen innen mit Schokolade gegen Durchsuppen glasiert war und dessen Füllung aus Schoko-Vanille-Eis mit irgendeinem leckeren Schnaps bestand - leider schon lange nicht mehr im Sommersortiment.

Wenn Didi Senft eingeblendet wurde, gab es ein Pils. Das war dann mein Part. - "Nimm aus dem Kühlschrank im Keller - die sind richtig kalt." Bei Bergankunft konnten es auch mal zwei werden.

Als die Krankheit meinen Vater schon fest im Griff hatte und von Kommunikation schon keine Rede mehr sein konnte, schellte es trotzdem um drei bei mir an der Tür, das Eis wurde aus dem Kühler gekramt ...und zehn Kilometer vor dem Ziel - ein Bier.

En bald.

Dienstag, 16. Juni 2009

Das Ding ist offen

video

Macht schon Spaß, die neue Knipse.
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En bald

Samstag, 13. Juni 2009

Maasduinen

Sonntag, 7. Juni 2009

Gedanken am Sonntag LV

Holy moly, war das ein Tag.

Bei uns ist jetzt eine neue Methode der Terminvergabe eingeführt worden: Die Redaktionen melden freitags ihre Bilder-Wünsche für das Wochenende an. Die Termine werden dann zentral nach einem unerfindlichen Kriterium auf die Fotografen verteilt. Der Trick dabei: Die Seitenmacher wissen nicht, welcher Fotograf ihnen das Bild liefern wird.

Wenn sie meinen, ein Bild müsste eigentlich schon in der Bilddatenbank stehen, weil der Termin ja schon so irre lange her ist, rufen sie dann bei der zentralen Terminvergabestelle an, wer denn das Bild nun liefern soll. Die rücken dann die Handynummer des Fotografen raus.

"Wo bleibt das Bild vom Feuerwehrfest?"

Ich habe den Eindruck, der Laden wird systematisch vor die Wand gefahren.
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En bald

Mittwoch, 3. Juni 2009

Gedanken am Mittwoch

Der blödeste Kommentar, den ich je gehört habe, warum ich für einen Auftraggeber kostenlos Fotos anfertigen soll: "Weil Sie es können!"

Bei meiner kleinen Vorstadtzeitung geht es immer weiter bergab. Mail bekommen: Es sei keine Frage, dass ich in Zukunft noch Aufträge bekäme, nur der Zeitpunkt stehe noch nicht fest :-( Von einem ehemals fest angestellten Kollegen wurde behauptet, er habe sich selbständig gemacht. Ich habe ihn getroffen von wegen: fired.

Ich möchte bitte, bitte wieder hier im Ort arbeiten. Heute schon wieder fünf Stunden auf der Bahn verbracht.

En bald.