Mittwoch, 10. Oktober 2007

Geschichten, die das Schwimmbad schrub (III)

Meine Mutter (72) ist eifrige Schwimmbadbesucherin. Jeden Morgen werden vor Tau und Tag 1000m Brust runter geknallt, bevor der MRQ für mehrstündige Spaziergänge reif ist. Als Kriegskind ist man ja Sparen gewohnt. Daher wird auf Geldwertkarte geschwommen.

Die lange Schlange im Hallenbad, die Problemen mit der alten und der neuen Geldwertkarte sind ja seit Tagen Dauerbrenner im Mitzwinkel und werden von einer wachsenden Leserschaft verfolgt.


Mittlerweile wird von Amtswegen ermittelt.


Jetzt spricht der Bademeister!

Hab da mal angerufen. Auf dem Amt haben sie zwar ein Lesegerät, mit dem sie prüfen könnten. Aber: Wenn der Automat schon nicht richtig liest, könne man mit dem Lesegerät womöglich auch nicht. Macht also keinen Sinn, Karte zu schicken. Karte bleibt solange hier im Office. Amt schickt neue Karte, können Sie dann hier abholen.

Und? Wie komm ich jetzt ins Bad?

Mmh. Machen wirs doch einfach so: Sie klopfen morgens, wenn Sie kommen, hier an. Ich mach dann immer einen Strich auf die Karte für jedes Mal.

Ergebnis jetzt immer: Seitentür wird aufgesperrt. Mutter durchgelotst. No One im Becken.

Die TT-fahrenden Yuppies aus dem Stadtzentrum der benachbarten Kulturhauptstadt in der Schlange vor dem Automaten schäumen mittlerweile vor Wut. Ob es Sondereintrittskarten gäbe, Promi-Bonus, 1. Klasse Schwimmen usw.


Bin auf die Ermittlungsergebnisse vom Amt gespannt. Bericht folgt.


En bald.


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